Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Im Juli 2009 hat der Senat beschlossen, die bisherigen Einzelprogramme der Stadtteilentwicklung und Stadterneuerung unter einem Dach, dem Rahmenprogramm „Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE), zusammen zu fassen.

Ziel des Programmes ist die Verbesserung der Lebensqualität sowie die städtebauliche Aufwertung in Quartieren mit einem besonderen Entwicklungsbedarf. Mit Hilfe von RISE sollen attraktive Quartiere zum Leben, Wohnen und Arbeiten, Lernen und Einkaufen entstehen und damit sozialer Ausgleich, Zusammenhalt und die Chance auf Teilhabe für alle erreicht werden. Die Erreichung der Ziele soll durch die Verbesserung des Wohnumfeldes, die Förderung der Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen, bessere Beschäftigungschancen und Stärkung der lokalen Wirtschaft sowie den Ausbau der Mitwirkungsmöglichkeiten und der Eigenaktivität der Bürgerinnen und Bürger ermöglicht werden. Zudem müssen viele Akteurinnen und Akteure in der Stadt (Politik, Fachbehörden, Bezirke, soziale Einrichtungen, Vereine, Initiativen, Unternehmen, Verbände, Bewohnerinnen und Bewohner) zusammenarbeiten. Zielsetzung dieses Zusammenwirkens ist es auch, eine Mittelbündelung in den Gebieten der Integrierten Stadtteilentwicklung zu erreichen.
 
Das Programm „Integrierte Stadtteilentwicklung” wurde in einem gemeinsamen Prozess von fünf Fachbehörden (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Behörde für Kultur, Sport und Medien, Behörde für Schule und Berufsbildung, Behörde für Soziales, Familie und Verbraucherschutz, Behörde für Wirtschaft und Arbeit), den Bezirksämtern und der Senatskanzlei entwickelt.

Integrierte Stadtteilentwicklung in Rahlstedt-Ost

Der Hamburger Senat hat Rahlstedt-Ost am 12.12.2017 als Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) und als Gebiet der Sozialen Stadt festgelegt. Ziel ist, die am östlichen Stadtrand gelegene Siedlung bis 2025 zu einem attraktiven Wohnstandort mit eigener Identität und hohem Freizeitwert zu entwickeln.

Zur Initiierung und Begleitung des Entwicklungsprozesses von Rahlstedt-Ost hat das Bezirksamt Wandsbek nach einer europaweiten Ausschreibung die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung zum 01.07.2018 mit der Gebietsentwicklung beauftragt. Die Gebietsentwicklerinnen bilden gemeinsam mit der Gebietskoordinatorin des Bezirksamtes Wandsbek das Gebietsmanagement.

Die Lawaetz-Stiftung richtet ein Stadtteilbüro in Rahlstedt-Ost ein und erstellt ein Integriertes Entwicklungskonzept. Im Integrierten Entwicklungskonzept werden konkrete Vorhaben benannt, die Rahlstedt-Ost bis 2025 aufwerten sollen. Finanziell gefördert werden die Maßnahmen aus Mitteln der Städtebauförderung und weiteren öffentlichen und privaten Geldern.

Wichtigstes Beteiligungsgremium der Gebietsentwicklung von Rahlstedt-Ost ist der Stadtteilbeirat. Der Stadtteilbeirat soll die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen des Gebietes vertreten. Er wirkt an der Willensbildung sowohl bei der Erstellung der Konzepte als auch der Initiierung und der Umsetzung konkreter Projekte mit. Zudem entscheidet der Stadtteilbeirat über die Vergabe der Mittel aus dem Verfügungsfonds – einem Stadtteiltopf, aus dem kleinere Selbsthilfe - und Nachbarschaftsprojekte zur Aktivierung und Beteiligung in Rahlstedt-Ost finanziert werden können.